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Susann und Michael direkt schreiben! UpDate:.18.10.2016

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Angst vorm Stuhl ? - eine Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe berichtet

Jugend / Frauenarzt / Gesundheit
Angst vor dem Stuhl
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PHOTO by Katja Nideröst

Cécile Leimgruber Schenk, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und Chefärztin am Spital Wil, legt besonders beim ersten Besuch Wert auf ein Gespräch mit ihrer Patientin, bevor sie mit der Untersuchung beginnt.

Die Angst vor dem Stuhl
Irgendwann ist es für jede junge Frau so weit: Der erste Besuch bei der Gynäkologin steht vor der Tür. Viele haben Angst und Respekt vor diesem Moment.

rab. Sabine K.* betritt das Sprechzimmer ihrer Frauenärztin. Ihr erster Blick fällt auf den «Monsterstuhl», der in der rechten Ecke steht. Ein mulmiges Gefühl beschleicht sie. «Muss ich mich da wirklich drauflegen?», ist ihr erster Gedanke. So wie Sabine K. ergeht es vielen jungen Frauen bei ihrem ersten Frauenarzt-Besuch. Dabei steht der gynäkologische Stuhl beim ersten Termin oftmals gar nicht im Mittelpunkt.

Cécile Leimgruber Schenk, legt beim ersten Besuch grossen Wert auf das Gespräch mit der Patientin: «Als Erstes frage ich nach dem Grund für die Konsultation. Meistens erzählt die junge Frau erst dann, dass es ihr erster Besuch bei einer Frauenärztin ist. Darauf folgen Routinefragen nach der ersten Periode, Menstruationsbeschwerden, ob sie schon einmal Geschlechtsverkehr hatte, wie verhütet wurde und Ähnliches. Aber auch Fragen nach allgemeinen Erkrankungen oder Krankheiten in der Familie sind von Interesse.» Nach diesen Fragen erklärt Cécile Leimgruber Schenk, was es heisst, gynäkologisch untersucht zu werden, wie die Untersuchung Schritt für Schritt abläuft. Sie lässt dann die Patientin selbst entscheiden, ob sie möchte, dass die Untersuchung gleich durchgeführt wird, oder ob sie lieber bis zu einem nächsten Termin warten möchte. Etwa die Hälfte der jungen Frauen ist zurückhaltend und wünscht die gynäkologische Untersuchung erst beim zweiten Besuch.

Doch was geschieht denn bei dieser Untersuchung genau? Zuerst macht sich die Patientin unten frei und legt sich auf den gynäkologischen Stuhl. Diese Stellung ist zwar etwas eigenartig, aber nur so kann die Ärztin die Geschlechtsorgane untersuchen. Die Frauenärztin untersucht die Scheide mit Hilfe eines Scheidenspiegels. Mit diesem kann sie die Scheidenwände und in der Tiefe der Scheide den Gebärmutterhals und den Muttermund sehen. Mit einem Wattetupfer nimmt die Ärztin etwas Scheidenflüssigkeit zur mikroskopischen Untersuchung (so kann etwa ein Scheidenpilz diagnostiziert werden), vom Gebärmutterhals wird der so genannte Krebsabstrich entnommen. (Zellveränderungen, lange bevor sie zu Krebszellen entartet sind, können so entdeckt werden). Für Frauen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, wird ein kleinerer Scheidenspiegel verwendet. Anschliessend werden die inneren Geschlechtsorgane untersucht. Die Frauenärztin führt einen Finger vorsichtig in die Scheide ein und legt die andere Hand auf den Unterbauch der Patientin.

Auf diese Weise kann sie Lage, Grösse und Beweglichkeit von Gebärmutter und Eierstöcken abtasten. «Es ist sehr wichtig, dass die Patientin sagt, wenn sie vor etwas Angst hat oder wenn etwas weh tut. Nur dann kann auch speziell darauf eingegangen werden», sagt Leimgruber Schenk.

Nach der Untersuchung der Scheide kann die Patientin den Slip und die Hose wieder anziehen und sich oben frei machen für die Brustuntersuchung. So ist die junge Frau niemals ganz nackt. Die Brüste werden abgetastet, damit allfällige Veränderungen frühzeitig entdeckt werden. Die Frauenärztin zeigt der Patientin zudem, wie sie die Brust selber zu Hause untersuchen kann.

Gründe für den ersten Besuch bei der Frauenärztin gibt es verschiedene. «Die meisten jungen Frauen kommen zu mir in die Praxis, weil sie sich die Pille verschreiben lassen möchten oder weil sie Probleme mit der Periode, Schmerzen und Blutungsstörungen haben. Oft haben die jungen Patientinnen aber auch allgemeine Fragen zur Verhütung. Wenn eine junge Frau noch keinen Geschlechtsverkehr hat, und sie keine Beschwerden plagen, ist ein Besuch bei der Ärztin aber eigentlich nicht zwingend», meint die Fachärztin.

Die Pille war auch der Grund, weshalb die 16-jährige Sabine K. einen Termin bei ihrer Frauenärztin vereinbarte. Ausserdem wollte sie einmal abgecheckt werden, ob bei ihr auch wirklich alles in Ordnung sei. Eine gute Ärztin hat ihr die Mutter empfohlen, aber zur Sprechstunde wollte sie die Mutter dann doch nicht mitnehmen: «Meine Mutter hat mir zwar angeboten, mich zu begleiten, doch das wäre mir irgendwie unangenehm gewesen. Stattdessen kam mein Freund mit zur Frauenärztin. Ich fand toll, dass er die Verantwortung mit mir teilen wollte. Aber es ist ja schliesslich auch in seinem Interesse, dass wir nicht in ein paar Monaten zu dritt sind.»

Im Internet unter www.durchblick.ch können junge Frauen zum ersten Besuch bei der Frauenärztin Fragen stellen. Aber auch andere Fragen wie zum Beispiel zu Verhütung und Geschlechtskrankheiten werden vom Durchblick-Team beantwortet. Unter der Website kann auch kostenlos die Broschüre «Ein Wegweiser für junge Frauen» bestellt werden. Darin findet frau alle wichtigen Informationen zum ersten Besuch bei einer Frauenärztin, von der Vorbereitung auf die Untersuchung bis zu den Rechten, die eine junge Patientin hat.

*Name geändert

Viele Frauen bevorzugen Gynäkologinnen
Es ist kein Zufall, dass unsere junge Anzeiger-Mitarbeiterin den ersten Besuch bei einer Frauenärztin beschreibt. Vor allem sehr junge Frauen – aber nicht nur sie – scheuen aus nachvollziehbaren Gründen den Gang zum Frauenarzt und vertrauen sich lieber einer Geschlechtsgenossin an. Allerdings sind besonders in der Ostschweiz die Gynäkologinnen gegenüber den männlichen Fachleuten immer noch bei weitem in der Minderzahl. Dieser bedauerliche Mangel führt dazu, dass viele Frauenärztinnen keine neuen Patientinnen annehmen oder lange Wartelisten haben. Gelegentlich bedeutet dies für Patientinnen auch, dass sie weite Wege in Kauf nehmen, statt am Wohnort behandelt zu werden. Eine mögliche Alternative: Es gibt Allgemeinmedizinerinnen, die auch die gynäkologische Grundversorgung gewährleisten.

Adresse: cecile.leimgruber@gd-spwi.sg.ch

Internet: www.spitalwil.ch
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